Mit dem Hinweis Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz soll auch nach Abschluss der Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.
In dem ehemaligen Scheunengebäude des Plange-Hofes im Stadtkern von Soest werden seit der Eröffnung des Lapidariums im September diesen Jahres die bei der Sanierung der Kirche St. Maria zur Wiese ausgetauschten originalen Fragmente ausgestellt.
Im Stadtkern von Soest, nahe der Wiesenkirche, lag das Anwesen des Ökonomierates Georg Plange. Zu dem Haupthaus gehörte neben anderen Wirtschaftsbauten auch eine zweigeschossige Fachwerkscheune. Die Fachwerkscheune, die durch eine schmale Gasse vom Haupthaus getrennt ist, wurde über einem Grünsteinsockel errichtet. Die Straßenfassade mit ihren segmentbogigen Fensteröffnungen wurde um 1900 durch eine Backsteinwand ersetzt. Südlich schließt eine tiefer liegende Durchfahrt mit einem zweiflügeligen Tor an, die vermutlich später errichtet wurde. Dahinter befindet sich ein schmaler Eingang zur Scheune mit darüber liegender Ladeluke. Das Obergeschoss gliedern kleine, zweiflügelige Holzfenster.
Die Scheune ist weitgehend original erhalten und von hauskundlicher und wirtschaftsgeschichtlicher Bedeutung. Durch die marode Dachdeckung und statisch gefährliche Schäden an der Fachwerkkonstruktion war das Gebäude nicht mehr nutzbar. Für seine neue Nutzung wurde das Gebäude traditionell handwerklich repariert, unter Verwendung der über Jahrhunderte bewährten Materialien und Techniken.
An der Sanierung des historischen Scheunengebäudes und der Einrichtung des Museums beteiligte sich neben dem Land auch die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Das Museum ist - ebenso wie die Kirche St. Maria zur Wiese in Soest - eines von über 180 Denkmalen, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung seit 1990 allein in NRW aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte. Insgesamt förderte die Stiftung seit ihrer Gründung 1985 bundesweit Maßnahmen an über 3.000 bedrohten Denkmalen mit mehr als 370 Millionen Euro.
Bonn, den 18. Oktober 2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/95852053/fullView

Im
Romoe Restauratoren Netzwerk finden Sie Fach- und Sachinformationen zu
Restaurierung und
Konservierung von Restauratoren und Ihren Restaurierungsprojekten. Weiterhin erhalten Sie Infos zu den Themen Berufsbild Restaurator, über Produkte und Handel im Bereich
Restaurierungsbedarf und Restauratorenbedarf.