Auch wenn noch bis 2007 weitere Arbeiten erfolgen müssen, werden zum traditionellen Jahresempfang der beiden evangelischen Landeskirchen in Mecklenburg-Vorpommern gegen 16.00 Uhr zahlreiche Gäste in der Barkower Kirche erwartet. Damit gehen die Anstrengungen der Gemeinde zur Wiederherstellung ihrer Kirche ihrem Ende entgegen.
Die Dorfkirche von Barkow entstand vermutlich im 14. Jahrhundert als flachge-deckter Feldsteinsaal mit blendengegliedertem Ostgiebel in Backstein. Die Kirche wurde in Fachwerkbauweise im 17./18. Jahrhundert nach Westen erweitert. Ein Fachwerkturm mit Zeltdach von 1786 ersetzt einen älteren Bretterturm.
Am 3. April 2004 stürzte das Dach des Kirchenschiffs aus bisher ungeklärter Ursache ein. Dachstuhl, Decke, Teile des Ostgiebels, der Mauerkrone und die Innenausstattung wurden dabei zerstört. Ebenso bestanden statische Schäden am Fachwerkturm: Gefache drohten herauszufallen, die Holzkonstruktion war teilweise verfault, obwohl bereits erste Reparaturen an der Fachwerkkonstruktion des Schiffs und des Turms 1998 erfolgt waren. Nachdem in einem ersten Bauabschnitt 2005 das Kirchenschiff ein neues Dach erhielt sowie Mauer- und Fachwerk saniert wurden, konnte anschließend die Turmsanierung erfolgen. Weitere Arbeiten am Kirchenschiff inklusive der Instandsetzung der Fenster stehen noch an.
Der Wunsch der Gemeinde nach dem Wiederaufbau ihrer Kirche konnte mit Hilfe des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmale (KiBa), dem Verein "Dorfkirchen in Not" und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) realisiert werden. Allein die DSD, die in ihrem Magazin MONUMENTE bundesweit zu Spenden für die Wiederherstellung der Kirche aufgerufen hatte, stellte bereits 55.000 Euro zur Verfügung, weitere 80.000 Euro sollen bis zum Abschluss der Arbeiten fließen. Seit 1990 hat die in Bonn ansässige private Denkmalschutz-Stiftung allein in Mecklenburg-Vorpommern aus Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale über 860 Denkmale mit mehr als 55,4 Millionen Euro fördern können.
Bonn, den 30. Oktober 2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/91033708/fullView

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