Der Flecken Freiburg wurde erstmals 1154 im Zusammenhang mit dem Bau einer Burg des Bremer Erzbischofs Hartwig I. erwähnt. Auf Grund der Verringerung der strategischen Bedeutung, verschiedener Kriegszerstörungen und Veränderungen des Elbverlaufs hat er sich über die Jahrhunderte in seiner ursprünglichen Anlage sehr gut erhalten. In der hafennahen Elbstraße wird der Straßenraum von dem langgestreckten, achtachsigen, zweigeschossigen backsteinernen Speichergebäude mit Satteldach aus dem Ende des 18. Jahrhundert geprägt. Seine Nutzung als Speicher mit mehreren Lagerböden wird durch Hebevorrichtungen und Luken am Giebeldreieck des Südgiebels deutlich. Das Gebäude ist für die von Landwirtschaft, Handel und Küstenschifffahrt geprägte Landschaft von Bedeutung.
Witterung und mangelnde Bauunterhaltung führten zu wesentlichen Schäden. Der Bau stand bereits zum Abriss bereit und konnte durch einen Förderverein gerettet werden. Die statischen Schäden an der Fachwerkkonstruktion und am Mauerwerk, die Veränderungen der Fassaden durch nachträgliche Umbauten, die schadhafte Gebäudegründung und die durch aufsteigende Feuchtigkeit entstandenen Probleme will nun die Bauherrengemeinschaft lösen. Unterstützt wird sie dabei vom Land, vom Landkreis, dem Amt für Landesentwicklung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die Holzschutzmaßnahmen, Maurer- und Zimmererarbeiten sowie die Arbeiten am Dach mit 80.000,- Euro unterstützte.
Die in Bonn ansässige private Denkmalschutz-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1985 aus Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale, zeitweiligen Bundeszuschüssen und privaten Spenden bundesweit über 360 Millionen Euro für die Rettung und Bewahrung von mehr als 3.000 historischen Baudenkmalen zur Verfügung stellen. Zu den weiteren Förderprojekten im Landkreis Stade zählt neben dem Kornspeicher auch der Werth´sche Hof in Jork-Borstel und das Küstenmotorschiff Greundiek.
Bonn, den 28. Juni 2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/98056049/fullView

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