Dem Handwerk bessere Möglichkeiten

Eine stärkere Berücksichtigung von Qualitätsmaßstäben bei der Vergabe der öffentlichen Hand forderten die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Zentralverband des Deutschen Handwerks auf ihrer Fachtagung am 24. Oktober 2006 in Leipzig.
Anlässlich der denkmal 2006, der europäischen Leitmesse für Restaurierung, Denkmalpflege und Stadterneuerung, betonten Professor Dr. Karl Robl vom ZDB und Stiftungsvorsitzender Professor Dr. Gottfried Kiesow, dass durch eine stärkere Berücksichtigung dem hohen Leistungsstand des deutschen Bauhandwerks nicht nur im Denkmalschutz die Qualität und die Nachhaltigkeit gestärkt werden könnte. Der öffentlichen Hand kommt dabei mit ihrer Vergabepraxis eine Vorbildfunktion zu, die sich nicht nur an möglichst knappen Preiskalkulationen, die durchweg auf Kosten der Qualität gingen, orientieren dürften. Bei der Einforderung von handwerklicher und restauratorischer Leistung und Kompetenz spielt die Fortbildung von Architekten und Bauherren eine Schlüsselrolle. Nur eine ausreichende Kompetenz in allen Bereichen des Bauwesens, vom Auftraggeber über den Architekten bis zum Handwerker, können dem in Deutschland durch das hohe Niveau der Ausbildung und die seit jahrzehnten betriebene kontinuierliche Fortbildung entwickelten Qualitätshandwerk auch in den kommenden Marktverschiebungen durch die EU-Erweiterung einen Zukunft sichern.

Die Fachtagung unter dem Titel Handwerk im Denkmalschutz - Instandsetzen für die Zukunft am Vortag der Leipziger Denkmalmesse beschäftigte sich neben der Entwicklung des Vergaberechts mit den Fragen der Verbesserung der Nutzungsqualitäten von Denkmalen durch das Handwerk, das Zusammenspiel von qualifizierten Architekten und Restauratoren, und den Entwicklungen des europäischen Marktes für das deutsche Handwerk. Ministerialdirigent Dr. Peter Runkel vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erläuterte das Programm der Bundesregierung zur Förderung des Handwerks in der Denkmalpflege. Dazu zählen insbesondere das Programm zur energetischen Gebäudesanierung, die Maßnahmen der Städtebauförderungsprogramme und nicht zuletzt die steuerliche Abzugsfähigkeit von Handwerkerrechnungen.

Bonn, den 24.10.2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/96451626/fullView

Dem Handwerk bessere Möglichkeiten
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