Bis zum 13. November können in der Fotopräsentation Besucher wochentags von 9-16 Uhr ausgewählte Beispiele der verschiedensten Denkmalgattungen kennen lernen. Dabei wird der Bogen von den Dorfkirchen in Herrmannsacker und Dornheim über das Gradierwerk in Bad Salzungen oder die Wandelhalle in Eisenach bis hin zum Eiermann-Bau in Apolda und die Villa Schulenburg in Gera gespannt. Das Kloppstockhaus in Bad Langensalza und der Possenturm aus Sondershausen sind ebenso zu sehen wie der Campo Santo in Buttstädt und das Rittergut in Oberzetschau. Beispiele aus Erfurt ergänzen die Präsentation.
Die Restaurierung aller vorgestellten Projekte wurde von der privaten Bonner Denkmalschutz unterstützt. In Erfurt wird die Stiftung seit 2001 von einem ehrenamtlich tätigen Ortskuratorium unter der Leitung von Dr. Dieter Tettenborn unterstützt. Das Ortskuratorium stellt im Haus der Stiftungen auf der Krämerbrücke - ebenfalls einem Förderprojekt der DSD - auch die Aktivitäten der Stiftung im Bereich der Bewusstseinsbildung für den Denkmalschutz vor. Zu den Initiativen, die gerade auch junge Menschen für den Denkmalschutz begeistern sollen, zählt etwa das Projekt der Jugendbauhütten, von denen eine auch in Mühlhausen in Thüringen Jugendlichen ein freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege anbietet. Besonders engagiert sind thüringische Schulen bei dem Schulprojekt denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule. Das Ortskuratorium Erfurt setzt sich in jüngster Zeit für die Entwicklung einer touristischen Route entlang der historischen Via Regia ein.
Seit 1991 konnte die Stiftung aus privaten Spenden von über 150.000 Spendern und aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen über 31 Millionen Euro für mehr als 370 Maßnahmen an 363 Denkmalen zur Verfügung stellen. Bundesweit stellte die DSD seit ihrer Gründung 1985 über 370 Millionen Euro für mehr als 3.000 bedrohte Baudenkmale zur Verfügung.
Trotz der eindrucksvollen Rettungsbilanz der letzten Jahre warnt die Stiftung vor einem Nachlassen der Bemühungen: viele Bauten benötigen akute Hilfe, damit sie der nächsten Generation erhalten werden können. Wegen der rückläufigen Denkmalschutzmittel in den Ländern und Gemeinden steigt auch die Anzahl der Förderanträge an die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung. Spenden und Mittel der GlücksSpirale sind daher noch lange Zeit als kontinuierliche Finanzierungsquelle auch für den Denkmalschutz in Thüringen dringend notwendig.
Die Ausstellung ist vom 17. Oktober bis zum 13. November im Foyer des Thüringer Landtags wochentags von 9-16 Uhr zu besichtigen
Kontakt Ortskuratorium Erfurt: d.tettenborn[at]T-Online.de
Bonn/Erfurt, den 18. Oktober2006/Schi
Pressemeldung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
URL zur Meldung: http://www.denkmalschutz.de/presse/96098277/fullView

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