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Diplomarbeit

Dresden / Gipsumwandlungsverfahren - Diplomarbeit

Renate Albrecht, Dipl. Rest. (FH), Dresden


Vorwort

1984 fasste Mauro Matteini -Chemiker des Opificio delle Pietre Dure in Florenz- nach zwanzig Jahren die Erfahrungen der italienischen Restauratoren und Naturwissenschaftler mit der Bariumhydroxidmethode zusammen. Er berichtet in allen Fällen der Anwendung dieses Verfahrens von einem positiven Effekt für die Malerei: ?? the authors want to remark again this peculiar methodology which in every case gave only positive results.? Im deutschsprachigen Raum werden seit ca. zwanzig Jahren mit Gips belastete Malereien mit Verfahren zur Gipsumwandlung behandelt. Mit dieser Arbeit sollte in ähnlicher Weise anhand von Wandmalereien in Bayern und /sterreich die Wirkungsweise von Gipsumwandlungen überprüft werden. Dazu sind fünf Objekte im Außenraum und eine Malerei im Innenraum ausgewählt worden, die Behandlungen waren mit Ammoniumcarbonat allein (AmC), Ammoniumcarbonat und Bariumhydroxid (BaH) bzw. Ionenaustauscherharzen (IAH) erfolgt. Die Restaurierungen der Malereien lagen elf Jahre bis sechs Monate zurück. Es war mit dieser Arbeit nicht beabsichtigt, restauratorische Vorgehensweisen zu kritisieren, die Evaluierung der Methoden stand im Mittelpunkt. Ein im deutschsprachigen Raum versandter Fragebogen sollte die Erfahrungen der Restauratoren zusammenfassen. Leider erfolgte nur ein sehr geringer Rücklauf, obwohl der Erfahrungsaustausch unter den Restauratoren, auch über negative Aspekte nur zu einer positiven Weiterentwicklung von Verfahrensweisen führen und zum Erhalt von Wandmalereien beitragen kann. Eigentlich ist dies ja der Hauptaspekt der restauratorischen Tätigkeit. Weiterhin sollten einfach durchzuführende Untersuchungsmethoden gefunden werden, mit deren Hilfe der Restaurator für notwendige naturwissenschaftliche Untersuchungen eine Vorarbeit leisten kann. So wäre es vielleicht möglich die naturwissenschaftliche Betreuung im Vorfeld von Maßnahmen auszuweiten, ohne den Kostenaufwand wesentlich zu steigern. Dem Restaurator selbst kann hier durch relativ einfach auszuführende Methoden eine Möglichkeit zur Überprüfung gegeben werden. Die Ergebnisse werden in zwei Teilen dargestellt, wobei zunächst die naturwissenschaftlichen Aspekte und Untersuchungen erläutert werden. Im zweiten Teil sind die Resultate der Untersuchungen an den einzelnen Objekte aufgeführt.

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